D-LYRIK


(XRayFusion)


Ich sitze am Computer,
Lese lyrische Werke.
Eine Idee entsteht,
Die Idee
Der digital unterstützten Lyrik,
Spontan — aber gespeist über Tastatur.
Es ist ein Umweg.


Rückmeldungen verfeinern das Bild.
Wird das Schaffen verändert?
Wie hätt’ ich geschrieben,
Wenn die Hand
Das Mittel der Wahl wär?


Über Lebenslinien?
Über Kosmos?
Über das Anziehen und Abstoßen
Von Astronomie und Astrologie?


Findet der Text irgendeine Verwendung?
Oder landet er
Auf der virtuellen Müllhalde?
Wie verhalte ich mich bei einer Lesung?
Das Copyright
Muß den Computer berücksichtigen,
Sonst wäre das nicht korrekt.


Mir fehlt etwas der Kneipenmief,
Die Light-Stimmung
Der Einseitigkeit und Einfachheit.
Hier kann man sich so unheimlich wohlig verstecken.
Kindliche Geborgenheit fühlen.


Ich benutze den Videorekorder im Kopf,
Der Film läuft …
War ein schöner Versuch,
Irgendwann geht’s weiter!