BREAK IT DOWN

OscarTheFish(p@k)
(XRayFusion)


Prüfungen im Leben,
Zahlreich wie Sand am Meer,
Sie rütteln hart am Standbein
But you don’t seem to care.


Alle guten Dinge sind drei
Wie die Schüsse im Bleiduell,
Eine verbale Schlacht ums Wissen
Von Enzymen bis hin zum Morbus Bell. [1]


Auf in den Kampf
Oder Flucht ins Paradies?
Komm, laß sie uns knacken
Die Kopfnuß, it’s war and peace!


Das Warten hat ein Ende …


BREAK IT DOWN!



[1]

Morbus Bell


Befund: Periphere Fazialisparese /
Läsion des N. facialis (VII) /
Neurologisches Defizit


Der Morbus Bell beschreibt eine akute, meist einseitige periphere Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur ohne identifizierbare organische Ursache (idiopathisch). Die Inzidenz liegt bei ca. 20 bis 30 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Pathophysiologisch wird von einer entzündlichen Schwellung des Nervus facialis ausgegangen, die innerhalb des knöchernen Canalis facialis zu einer Kompression und konsekutiven Ischämie des Nervengewebes führt. Dies resultiert in einer Unterbrechung der axonalen Reizleitung, die von der Neuropraxie - einer temporären Leitungsblockade bei struktureller Integrität - bis hin zur Axonotmesis - reicht, bei der das Axon geschädigt ist, die stützende Hüllstruktur jedoch erhalten bleibt.


Klinische Symptomatik: Plötzlicher Verlust der Kontrolle über die mimische Muskulatur (Stirnrunzeln, Lidschluss, Mundwinkelhebung).
Bell-Phänomen: Sichtbare Aufwärtsrotation des Augapfels bei versuchtem Lidschluss aufgrund der unvollständigen Innervation des M. orbicularis oculi.
Pathogenese: Häufig assoziiert mit einer Reaktivierung neurotroper Viren (z.B. HSV-1), die zu einem Ödem im labyrinthären Segment des Fazialiskanals führt.
Differenzialdiagnose: Abgrenzung zur zentralen Fazialisparese (bei der das Stirnrunzeln meist erhalten bleibt) sowie zum Ramsay-Hunt-Syndrom (Zoster oticus).


Reference (Clinical Standard): "Bell’s palsy is an acute-onset, isolated lower motor neuron facial paralysis. Pathophysiology involves inflammation and edema leading to nerve compression within the narrow fallopian canal." — Gilden, D. H. (2004). NEJM, 351(13), 1323–1331.