Verkeimte Seelen,
Zentnerschwere Eitelkeit.
Bin im Jähzorn verkalkt,
So jung und doch schon Stein.
Zeit des sozialen Winters,
Die Gesichter starr gefroren;
Keine Zeit für ein Lächeln.
Gibt’s noch Frühling?
Mein Thermostat ist schon zerfressen
Durch Haß und Zweifel.
Aber sie sinkt ständig weiter,
Die Kerntemperatur.
Das Frieren hört auf,
Meine Glieder sind steif wie Plaste.
Ich stand geduldig im Startbereich,
Zu lang,
Lang ist’s her.
Die Seele ist verödet,
Hab zu viel Liebe investiert.
Ausgebrannt wie ein Kohleofen,
Der Stahl gebacken, nur noch Rost im Blick.
Aber das Ende ist nah,
Ich seh Licht hinten im Tunnel!
Die Gleise führn ins nirgendwo
Bis an den Rand der Freiheit.