KO FÜR DAS LAND BRANDENBURG

Daniel S. & OscarTheFish(p@k)
(XRayFusion)


… ein schöner Schluck Berlin,
Blaulicht ist hier völlig normal.
Alles aus Plexiglas und Blut,
Körner im Kopf,
Die Sinne vernebelt.


Wir reden über Haeckels biogenetisches Grundgesetz, [1]
Aber die Welt kreist um einen neuen Mittelpunkt.
Wir sitzen hier mitten in der Bronx,
Das Bier schmeckt überall genauso gut.
Ein Brett vorm Kopf, Zucker im Tank,
Doch life goes straight ahead.
Ich liebe das!


Du weißt, Du machst mich schreien,
Reiß es mir raus.
Es ist wie ein Spagat zwischen Fusion-Jazz und Rock ’n’ Roll.
Eine Hand im Mund, die andere zum Gruß.
Alles ist gut so oder?


Wir trinken Sprit!
Viele Umdrehungen, uns wird schwindelig …
Pläne geschmiedet, Konjunkturen im Faß.
Wir fühlen Fleisch,
Fisch ist wie ausgestorben.
Im True-Stone liegt Wahrheit.


Sport treiben - fit bleiben!



[1]

Biogenetisches Grundgesetz (Haeckel)


Konzept: Rekapitulationstheorie /
Phylogenetische Morphologie /
Prinzip der Terminalen Addition


Das biogenetische Grundgesetz wurde 1866 von Ernst Haeckel in seinem Werk "Generelle Morphologie der Organismen" formuliert. Es postuliert eine kausale Verknüpfung zwischen der Individualentwicklung (Ontogenese) und der Stammesgeschichte (Phylogenese). Haeckels zentrale These lautete, dass die Ontogenese eine verkürzte und schnelle Wiederholung (Rekapitulation) der Phylogenese sei, bedingt durch die physiologischen Funktionen der Vererbung und Anpassung.


Wissenschaftlicher Diskurs und Revision: Die moderne Evolutionsbiologie betrachtet das „Gesetz“ heute als eine historisch bedeutsame, aber inhaltlich überholte Verallgemeinerung.
1. Methodische Kritik: Bereits zeitgenössische Anatomen wie Wilhelm His warfen Haeckel vor, morphologische Stadien idealisiert darzustellen, um die Parallelität der Arten zu forcieren.
2. Theoretische Widerlegung: Der Embryologe Karl Ernst von Baer (bereits vor Haeckel) und später Stephen Jay Gould (1977) legten dar, dass Embryonen höherer Wirbeltiere nicht die adulten Stadien ihrer Vorfahren durchlaufen, sondern lediglich die frühen Embryonalstadien mit ihnen teilen.
3. Heterochronie: Die Erkenntnis, dass zeitliche Abläufe in der Entwicklung (Rate und Zeitpunkt) variabel sind, widerlegt die starre Abfolge der Rekapitulation.


Terminologische Transformation: In der aktuellen Fachliteratur wird die Bezeichnung „Grundgesetz“ weitestgehend vermieden und durch den Terminus Biogenetische Grundregel ersetzt. Diese bewusste Degradierung resultiert aus den strengen wissenschaftstheoretischen Anforderungen an ein Naturgesetz: Ein solches müsste universelle Gültigkeit ohne Ausnahmen besitzen. Da die Rekapitulation jedoch durch Phänomene wie die Cänogenese (embryonale Anpassungen, die nichts mit der Ahnenreihe zu tun haben, wie z.B. die Plazenta) und die Neotenie (Eintritt der Geschlechtsreife im Larvenstadium) massiv durchbrochen wird, erfüllt Haeckels Postulat lediglich den Status einer biologischen Regelhaftigkeit mit begrenztem Geltungsbereich.


Aktueller Status (Grundregel): Erhalten bleibt die Beobachtung der phylotypischen Stadien. In einer bestimmten Phase der Embryogenese (dem „Phylotypus“) weisen alle Vertreter eines Stammes (z.B. Chordatiere) eine maximale morphologische Ähnlichkeit auf. Die moderne Genetik erklärt dies heute substanziell durch die konservierte Funktion von Hox-Genen, die den Grundbauplan steuern.


Reference (Scientific Standard): "Haeckel’s law was a product of 19th-century morphology; it has been replaced by the study of developmental constraints and heterochrony." — Futuyma, D. J. (2013). Evolutionary Biology. | "Die Ontogenese ist die Rekapitulation der Phylogenese." — Haeckel, E. (1866).