LUCY IST WIEDER IM HIMMEL

Daniel S. & OscarTheFish(p@k)
(XRayFusion)


Lucy ist wieder im Himmel!
Warum nicht?
Die Tüte wartet,
Aber man hat uns schon gesteinigt.
Mach doch mal einer das Licht aus,
Viel zu hell hier.
Ich hab mich verliebt
In ein Gummibärchen,
Schwebe überm Horizont.
Hol mich runter, sei meine Rettung.


Liebe dreht uns von innen nach außen,
Laß zwanzig Jahre vergehen.


Kiffermucke im Radio.
Bin ich stoned, steh ich wieder im Regen
Oder zwanzig Meter neben mir?
Gestern habe ich mich in der Stadt gesehen.
Schatten auf der Straße,
Eingebrannt ins Erden-Face.
Laß Geschichte Geschichte sein,
Die Zukunft ist weit, Gegenwart dauert ewiglich.


Was wir brauchen sind 30 Liter Bier
Und irgendwas zum Pieksen.
Hey, die Beatles!


Geigen beim Wasserlassen,
Striezelmelodie …
Die Tüchter Hitlers kraulen mein Haar.
Verführung oder Fluch?
Swastika [1] - die meisten Idioten sprühen es falschrum.
Zum Glück ist Kreuz nicht Trumpf!
Der Darm tanzt Tango, das Hirn vertrocknet,
Kurzhaar macht noch keine Glatze.
Laß es dir ’ne Warnung sein!



[1]

Swastika


Archäologische, indologische und industriehistorische Phänomenologie.


Die Swastika (Sanskrit: su- „gut“, asti- „Sein“) ist ein universelles kosmisches Symbol, dessen Ursprung bis in das Neolithikum (ca. 10.000 v. Chr.) zurückreicht. In der indischen Philosophie repräsentiert die rechtsläufige Form die Sonne, das Werden und den Tag, während sie im Buddhismus als „Siegel des Herzens“ die Unvergänglichkeit der Lehre Buddhas symbolisiert. Archäologische Funde in der Indus-Kultur, im antiken Griechenland (Mäander), bei den Kelten und in präkolumbianischen Kulturen Amerikas belegen ihre Funktion als transkulturelles Glyph für den Sonnenlauf und die zyklische Regeneration. Beispielhaft für die differenzierte europäische Traditionslinie steht die finnische Luftwaffe, die das Symbol (Hakaristi) von 1918 bis ins Jahr 2020 in offiziellen Emblemen führte, da es dort auf eine Schenkung des Grafen von Rosen zurückging und keinen ideologischen Bezug zum späteren deutschen Nationalsozialismus aufwies. In Westeuropa wurde es bis ins frühe 20. Jahrhundert als Symbol für industriellen Fortschritt und Glück verwendet, prominent sichtbar am 1901 errichteten Elefantentor der Carlsberg-Brauerei in Kopenhagen. Diese Beispiele belegen, dass die radikale semantische Verengung auf die NS-Ideologie eine historisch junge, wenngleich im westlichen Diskurs dominante Überlagerung darstellt, welche die ursprüngliche Bedeutung als Zeichen für das lebensbejahende Prinzip („su-astí“) im öffentlichen Bewusstsein verdrängt hat.